Kennen Sie die rechtlichen Vorgaben für E-Mail-Marketing? Das Versenden von unerwünschter E-Mail-Werbung kann zu teuren Abmahnungen führen. Deshalb bringen wir Ihnen in dieser Ausgabe unseres Newsletters die wichtigsten Regeln zum Versand von E-Mails mit werblicher Absicht näher.

Grundsätzlich gilt: Ungewollte E-Mail-Werbung ist verboten

Der Gesetzgeber schützt die Verbraucher vor der Flut an elektronischen Werbebriefen. Hierbei gelten besondere gesetzliche Beschränkungen, da der schnelle, massenhafte und kostengünstige Versand von Werbung per E-Mail ein verhältnismäßig großes Belästigungspotential in sich birgt. Ein Verstoß gegen diese Beschränkungen kann die Versender teuer zu stehen kommen. Damit sie auf der sicheren Seite sind, haben wir die wichtigsten Punkte für Sie zusammen gefasst.

Ohne wenn und aber: Die Einwilligung ist erforderlich

Newsletter EinwilligungSowohl im B2C- als auch im B2B-Bereich muss die Einwilligung des Empfängers der Werbung eingeholt werden. Dies ist in § 7 Abs.2 UWG als auch aus dem Bundesdatenschutzgesetz, § 28 Abs. 3 S.1 BDSG festgelegt. Was zunächst einfach klingt, ist aber an komplexe Vorraussetzungen gebunden:

Der Empfänger muss in transparenter und verständlicher Weise über den Inhalt der Einwilligungserklärung informiert werden. Er muss sich freiwillig, bewusst, eindeutig und ausdrücklich für die Einwilligung entscheiden. Darüber hinaus muss die Einwilligung nachweisbar sein und detailliert protokolliert werden.

Fair bleiben: Die Gestaltung der Inhalte

faire Newsletter GestaltungAuch für den Inhalt gelten Vorschriften: Der Empfänger darf nicht über den kommerziellen Charakter der Nachricht in die Irre geleitet oder gar ganz im Dunkeln gelassen werden (§ 6 Abs. 2 TMG). Zudem darf der Betreff keine falschen Versprechungen machen oder Drohungen enthalten. Daraus ergibt sich für die Betreffzeile: Formulieren Sie prägnant und ehrlich.

Des weiteren ist inhaltlich darauf zu achten, dass der Absender der Nachricht klar erkennbar ist. Der Leser muss schon aus der E-Mail-Adresse lesen können, um welches Produkt, welche Firma oder Person es geht.

Nicht zu vergessen ist das Impressum als vorgeschriebene Herkunftsangabe. Dienstanbieter im Telemedienbereich haben diese Angaben leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar zu halten (§ 5 Abs. 1 TMG, § 55 RStV).

Klar zu kommunizieren: Die Abbestellung

Für das Abbestellen von Werbe-E-Mails gibt es ebenfalls strenge Vorgaben. Der Sender ist dazu verpflichtet, dem Empfänger die Möglichkeit der Abmeldung zu geben und diesen ausdrücklich darüber zu informieren. Dieser Hinweis muss bereits beim Einholen der Einwilligung vorliegen. Nach einer gewünschten Abmeldung muss die Austragung aus dem Verteiler zeitnah erfolgen.

Auf Nummer sicher gehen

Die CSA (Certified Senders Alliance) schlägt in der eco Richtlinie für zulässiges E-Mail-Marketing folgende Fragen zur Prüfung des E-Mail Versands vor:

  • Liegt die Einwilligung der Empfänger vor?
  • Kann die Einwilligung nachgewiesen werden?
  • Wissen die Empfänger, wozu sie eingewilligt haben?
  • Wurden die Empfänger auf die Abbestellmöglichkeit hingewiesen?
  • Erhalten die Empfänger eine E-MailBestätigung ihrer Einwilligung?
  • Können E-Mails bequem abbestellt werden? Wird auf Anfragen reagiert?
  • Ist der Betreff nicht irreführend?
  • Ist der Absender klar erkennbar?
  • Ist das Impressum vollständig?
  • Liegt ein Fall der Auftragsdatenverarbeitung vor und wurden die gesetzlichen Vorgaben eingehalten?

Wenn Sie diese Fragen mit einem „Ja“ beantworten können, steht dem Versand von E-Mail-Werbung nichts mehr im Weg.

Detailliert nachzulesen ist die eco Richtlinie für zulässiges E-Mail Marketing hier.

 

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